Im Juni 2003, im kleinen Kreise hoch oben auf der Rottenmanner Hütte, wurde diese Idee von Sepp Ahornegger zum ersten Mal vorgestellt. Viele Reisen nach Asien, die Begegnung und Erfahrung mit den Kulturen des Ostens und ihrer Toleranz haben die Gruppe bewogen, diese Idee aufzugreifen und durch Kunstwerke darzustellen.

Eine kleine Gruppe der Alpenvereins-Sektion Rottenmann hat sich daran gemacht, diesem Gedanken in einem „Kunst-am-Berg“ Projekt Geltung zu verschaffen. Im Mittelpunkt sollten die fünf großen Weltreligionen stehen, aber auch das Einbeziehen kleinerer Glaubensgemeinschaften und Natur­religionen wurde für wichtig erachtet. Das Gemeinsame und die gegenseitige Toleranz sollten am Beispiel dieses Pilgerpfades aufgezeigt werden, Unterschiede seien zu akzeptieren.

Viele der angesprochenen Künstler/innen waren von diesem Plan sofort begeistert und wollten durch ihre Arbeit einen Beitrag zum gegen­seitigen Verständnis religiöser Vorstellungen leisten. So haben zehn Künstler und eine Künstlerin aus Frankreich, Polen, Armenien, der Slowakei, dem Irak, Israel und natürlich Österreich teilgenommen, um mit ihrem Beitrag diese Idee zu unterstützen. Der Künstlerkreis Burg Strechau war von Beginn an dabei und hat mit 4 Personen an diesem Projekt teilgenommen. Im Sommer 2004 haben die Bildhauer auf der Rottenmanner Hütte gearbeitet, es entstanden 11 Skulpturen, die vornehmlich aus heimischem Holz hergestellt wurden. Viele freiwillige Helfer und Helferinnen beförderten die bis zu 1200 kg schweren Skulpturen zu ihren Aufstellungsplätzen, die in Zu­sammenarbeit mit der Naturschutzbehörde sorgfältig ausgewählt wurden, um das Landschaftsbild nicht zu beeinträchtigen.

Materialien: Es stand jedem Künstler ein ca. 2,5 m langer, ca. 40 cm starker Holzstamm zur Verfügung. Material: Zirbe oder Fichte. Das Holz wurde mit der Seilbahn auf die Rottenmanner Hütte gebracht. Es war aber auch möglich, ein Werk vorzufertigen und erst auf der Rottenmanner Hütte zu vollenden. Das Material musste jedoch natürlichen Ursprungs sein, also Holz oder Stein.

Die Künstler waren auf der Rottenmanner Hütte untergebracht und wurden dort auch gut verpflegt. Die Arbeit fand im Freien statt, häufig sind Menschen vorbeikommen, um den künstlerischen Prozess zu beobachten.

Eröffnung: Die Eröffnungsfeier fand am 4./5. September 2004 statt.. Dabei gab es ein Weltmusikfest auf der Alm (1650 m), das von ca 600 Personen besucht wurde.  (Musiker und Musikerinnen aus Indien – Afrika – Europa). Ebenso führte ein Brahmane eine Feuerpuja (= hinduistische Weihe-Zeremonie) durch.

Der Pilgerweg soll sich weiterentwickeln!

Weitere künstlerische Ideen sind willkommen, eine ehrenamtliche Mitarbeit in Form einer Gestaltung eines Kunstwerkes ist erwünscht. So wurde 2012 ein nordamerikanischer Totempfahl, sowie 2016 zwei weitere Skulpturen für Sikhs und Zoroastrismus  aufgestellt.

Folgende Ziele sind mit diesem Projekt verbunden:

  • Beitrag zur Toleranz und zum Weltfrieden
  • Einblick in die Vielfalt der Weltreligionen
  • Kunst zum Anfassen – 2004 werden Bildhauer in Rottenmann öffentlich   arbeiten
  • Harmonie von Kunst und Natur
  • Aufwertung der Region infolge der Einzigartigkeit des Projekte

 

Technische Daten:

  • Höhenunterschied 480 m, Weglänge etwa 2 km, Zeitaufwand 1–2 Stunden

Impressionen vom Eröffnungsfest